Mein Beitrag zum Welttag der Poesie

Heute am 21.03. ist wie alle wissen Frühlingsbeginn, ABER auch der Welttag der Poesie! Einer der weniger bekannten besonderen Tage im Jahr, aber mir als leidenschaftliche Lyrikerin und Poetin liegt dieser Tag doch sehr am Herzen! Dafür hatte ich mir überlegt, dass ich meine Hintergründe beziehungsweise meine Motivation hinter dem Verfassen meiner Poesie mit euch teile, ein kleines Gedicht poste und es im Anschluss noch ein Gewinnspiel geben soll!

(Für das Gewinnspiel bitte auf meine Facebook-Seite www.facebook.com/SkyeSilva.Autorin gehen)
Auf der Leipziger Buchmesse hatte ich dieses Jahr einige sehr faszinierende und inspirierende Gespräche mit Lyrikbegeisterten. Sehr oft kamen folgende Fragen auf:
Wie bist du zum Schreiben von Lyrik gekommen? Was bewegt dich an dieser Literaturgattung so sehr?

Hier also mein Versuch einer Antwort:
Meine erste Lyrik entstand so um das Jahr 2009 herum, also im zarten Alter von 11 Jahren. Davor habe ich oft Songtexte genommen und diese umgedichtet. Am liebsten habe ich dafür Lyrics von Linkin Park verwendet. Dann wollte ich aber meine eigenen Gedanken, frei von irgendwelchen Vorgaben, herausfließen lassen und so entstanden die ersten kurzen poetischen Texte. Ich bin ganz ehrlich, die Anfänge waren eher grausig… aber nun 9 Jahre später kann ich doch sagen, dass sich meine Lyrik von Motiven, Form, Flow und der Sprache her sehr weiterentwickelt hat! Der erste Text, den ich in meinen Lyrikband Diary of a poet aufgenommen habe, heißt „Die sterbende Zeit“ und stammt aus dem Jahr 2011. Als Anreiz dafür galt das Gemälde Die Beständigkeit der Erinnerung von Salvador Dalí, auch als „Die weichen Uhren“ bekannt. Abgesehen davon, bastle ich meine Gedichte in der Regel aber völlig frei aus meinen eigenen Gedanken, Emotionen und Sichtweisen. Es mag einige überraschen, aber vieles davon ist fiktiv und hat wenig mit tatsächlich Erlebtem zu tun. Sonst müsste ich bereits unter anderem Gefangene, Mörderin, Gefallener Engel und Dämon gewesen sein…😉 Wie in der Prosa gilt, dass die Figuren nicht dem Autor gleichzusetzen sind, genauso verhält es sich auch mit dem lyrischen Ich bzw. Du. Viele Gefühle wie ungestillte Sehnsucht, sich selbst als eine Art „Außenseiter“ wahrzunehmen und auch viele der finsteren Gefühle wie Angst und Verzweiflung, die ich in meinen Texten anspreche, sind aber tatsächlich meiner Realität – oder beziehungsweise oft der Realität meines 13 – 15jährigen Ichs entsprungen. Man kann mein lyrisches Schaffen wohl als eine Art Verarbeitung tatsächlich erlebter Empfindungen oder auch bloß als Experiment und Wortmalerei sehen, je nachdem wie es einem beliebt.

Wieso aber gerade die Lyrik? Ich erlebe oft, dass Leser sich gar nicht erst an Lyrik herantrauen, da sie sich noch von den alten Dichtern wie Fontane und Rilke (den ich übrigens vergöttere!), deren Werke man früher in der Schule regelrecht sezieren musste, abgeschreckt fühlen. Aber vieles ist in der Modernen Lyrik anders, also nur Mut zum Ausprobieren! Moderne Lyrik – was auch für Dramen gilt – ist oft frei von Zwängen wie Metrum und Reimschema. Ein gewisser Flow sollte natürlich dennoch gegeben sein, aber ca. ¾ meiner Zeilen reimen sich nicht! Oftmals vermengen die Gattungen sich auch, sodass Prosagedichte entstehen, die Aspekte einer Erzählung annehmen können.
Lyrik an sich ist für mich so reizvoll, da man weniger mit einer Story, als mit purer, verdichteter Emotion arbeiten kann! Auch wenn ich das Erschaffen von Figuren, Welten und komplexen Handlungsstränge sehr liebe, manchmal möchte ich einfach nur meine Gedanken und Empfindungen herunterschreiben. Wenn ich zum Beispiel gerade eine Anregung hatte, wie die seltene Gelegenheit das Kreisen eines Adlers zu betrachten, möchte ich dazu nicht erst eine ganze Rahmenhandlung etc. erfinden, sondern meine unmittelbaren Assoziationen zu Papier bringen. Diese Möglichkeiten der Unmittelbarkeit, den Einblick in den Geist eines Poeten oder einfach eines vor sich hinträumenden Menschen zu gewähren, finde ich so unsagbar faszinierend und wertvoll! Lyrik kann oft in nur wenigen Zeilen von den höchsten Glücksgefühlen erzählen, aber auch Einblicke in die schwersten aller Gemütszustände ermöglichen und findet – so habe ich es jedenfalls erlebt – meist sehr schnell den Weg in die Herzen der Leser!

 

An dieser Stelle soll noch ein simples Gedicht stehen, was meine Sicht als Autorin und Poet recht gut verdeutlicht (mal wieder auf Englisch, da es einfach besser klingt):

 

I am a writer, a poet
I might be a genius mind, but a sad one
I am also sick and I know despair like no other!
I am sufferer, not a saint
Yet I won`t be controlled by it
I won`t let it shush my thoughts
And what I have to tell the world

I have so much to say, but I can rarely express my soul,
show you my suffering and I don`t want you to see it
I don`t wish to be perceived as a tormented soul,
But someone that dared to raise their voice
I don`t speak about my darkest times for pity,
But to reach out to others seeking this beacon of light
I don`t speak about all the ugliness in the world to scare people,
But to inspire to bring on the change that we so desperately need!

I may be gifted, but also cursed
A vast mind not only knows greatness,
but it has also seen the abyss many times
Some things might be difficult to explain,
So give me a chance to let you experience them
If I can make you see through my eyes,
observe what I have seen and know my thoughts,
Maybe then will I be able to make you understand

 

Als weiteres kleines Tribut an den diesjährigen Tag der Poesie, möchte ich nun mein erstes richtiges Gewinnspiel ins Lebens rufen! Da ich ja auch immer gerne Leser und Lyrikbegeisterte zum Austausch der Gedanken animieren möchte, kommt hier eine kleine Frage von mir: Wer ist euer Lieblingslyriker/in und was genau macht Lyrik für euch aus? Um mitzumachen, geht bitte auf meine Facebook-Seite (der Link oben!) und kommentiert dort mit eurer Antwort unter dem entsprechenden Beitrag und liked bitte meine Autorenseite. Unter allen Antworten verlose ich ein Exemplar meines Buches „Diary of a poet“ und ein Exemplar der Anthologie „Lyrik und Prosa unserer Zeit“ in der ich ebenfalls mit drei Texten vertreten bin. Teilnahmeschluss ist am Freitag, den 23.03. um 20Uhr und am nächsten Morgen werden die Gewinner bekanntgegeben.
Es gelten die üblichen Regelungen: Teilnahme ab 18 Jahren und Versand an Teilnehmer aus Deutschland. Der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Als Teilnehmer erklärst du dich einverstanden, als Gewinner öffentlich genannt zu werden.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.

Viel Erfolg und noch einen schönen restlichen Welttag der Poesie wünsche ich euch!

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